Von Los Palmitos nach Montana Alta

Der erste Wandertag!

Der Weg beginnt an einem kleinen Pass der Straße GC503 von Ayagaures nach Maspalomas. Auf dem Rückweg von Ayagaures hatte ich gesehen, dass von dort ein Weg hinunter zum Tierpark Los Palmitos führt. Da nach Los Palmitos ein Bus sehr preiswert fährt, konnte ich mir daher ein Taxi zu diesem Pass sparen und das kurze Stück vom Tierpark am Hotel Los Palmitos vorbei hinauflaufen.

Aber als ich aus dem Bus ausgestiegen war, gabe es eine Überraschung: der Weg hinauf zum Hotel war mit einem großen Tor versperrt. Davor stand ein Schild, das sehr unfreundlich in mehreren Sprachen den Durchgang nach oben verwehrt und drastische Strafen androht. Einer Familie aus der Schweiz geht es ähnlich. Sie reden mit einem Lieferanten, für den das Tor geöffnet wird. Der rät ihnen ab, jetzt einfach durchzugehen. Wanderer scheinen für die Leute im Hotel Monster zu sein, die man mit allen Mitteln abwehren muss.

Das Hotel scheint bei dem großen Feuer 2007 zerstört worden zu sein, und ist noch nicht so lange wieder in Betrieb. Wanderführer und Karten können daher diese Sperrung noch nicht berücksichtigen.

Ich schließe mich den Schweizern an, die ein Mietauto fahren. Wir müssen ca. 10 km zurück in Richtung Maspalomas, und dann wieder die 10 km auf dem Bergrücken zu dem kleinen Pass, um die vielleicht 100 Höhenmeter höher zu kommen. Ohne den schweren Rucksack wäre ich einfach nach oben gestiegen, aber mit dem Rucksack war mir der Autotransport doch lieber.

In der Mittagshitze geht es los – im Rucksack habe zu den früher gemessenen 14 kg noch 3 1/2 l Wasser und Lebensmittel für 2 – 3 Tage. Ich gehe durch eine halb verlassene Siedlung mit kläffenden Hunden und folge dann einem Weg links vom Bachbett hoch in die Berge. Manchmal geht ein Weg ab, und ich orientiere mich mit meinem Garmin. Ich habe mir die Open Street Map (OSM) Karte von Gran Canaria darauf geladen und folge den darauf angegebenen Wanderwegen. Die Kompass-Karte ist im Detail nicht so hilfreich. Wegmarkierungen oder Schilder gibt es nicht, nur manchmal ein Steinmännchen.

Aufstieg durch den sehr schütteren Pinienwald. In der Bildmitte hinten mein erster Übernachtungsplatz.

Aufstieg durch den sehr schütteren Pinienwald. In der Bildmitte hinten mein erster Übernachtungsplatz.

So sieht der Wanderweg aus

So sieht der Wanderweg aus

Mein erster Übernachtungsplatz. Am Morgen war das Zelt platschnass durch den Tau. Aber die Morgensonne hat das Zelt immer gut getrocknet.

Mein erster Übernachtungsplatz. Am Morgen war das Zelt platschnass durch den Tau. Aber die Morgensonne hat das Zelt immer gut getrocknet.