Von Tamadaba über El Hornillo bis oberhalb Embalse de los Perez

Im Tamadaba hat es mir so gut gefallen, dass ich am Morgen erst einmal mich in die Sonne setzte, Tagebuch schrieb und las. Erst gegen Mittag bin ich aufgebrochen. Das sollte sich am Abend rächen, weil ich dann keinen guten Übernachtungsplatz fand.

Mein Übernachtungsplatz lag auf 1.160 m Höhe, das nächste Zwischenziel, der Ort ‚San Pedro‘, ist nur 231 m hoch. Es standen mir daher fast 1.000 Höhenmeter Abstieg bevor. Aber zuerst wurde ich mit phantastischen Ausblicken belohnt.

Etwas weiter unterhalb meines Übernachtungsplatzes liegt dieser Stausee. Dort wäre es sicher noch schöner gewesen zu übernachten und zu baden!

Etwas weiter unterhalb meines Übernachtungsplatzes liegt dieser Stausee. Dort wäre es sicher noch schöner gewesen zu übernachten und zu baden!

Blick auf Galdar im Nordwesten der Insel.

Blick auf Galdar im Nordwesten der Insel.

Noch ein Blick auf den Teide.

Noch ein Blick auf den Teide.

Dort unten liegt San Pedro, mein nächstes Zwischenziel.

Dort unten liegt San Pedro, mein nächstes Zwischenziel.

Der äußerste Nordwesten der Insel: Puerto de Sardinia. Der Abwärtsweg ist leicht gehbar.

Der äußerste Nordwesten der Insel: Puerto de Sardinia. Der Abwärtsweg ist leicht gehbar.

Noch einmal ein Teilort von San Pedro von oben.

Noch einmal ein Teilort von San Pedro von oben.

Das Gestein wird immer weicher, fast lehmig. Ein Teil des Weges ist auch abgerutscht und ich froh, dass ich die Stöcke zum Abstützen habe.

Das Gestein wird immer weicher, fast lehmig. Ein Teil des Weges ist auch abgerutscht und ich froh, dass ich die Stöcke zum Abstützen habe.

Beim Heruntergehen treffe ich ein Paar, dass von Agaete hoch zum Tamadaba steigen will, und über den Embalse de los Perez über El Hornillo und San Pedro wieder zurück. Ich treffe sie wieder zwischen San Pedro und El Hornillo.

Noch weit über San Pedro komme ich an einen Bach, bei dem ich mich satt trinke. Beim Abwärtsgehen hatte ich davon geträumt, in San Pedro gepflegt Kaffee trinken zu können. Aber im Ortszentrum fand ich nur eine kleine Bude mit Getränken, und eine Bar, in der ich warme Kartoffeln mit etwas Sahnequark bekam (und danach Tee). Ich war der einzige Gast. Für den Wirt lief in Überlautstärke die aktuelle Sportsendung. Da sah ich den Einlauf der Marathonläufer in Maspalomas. Die ersten sind die 130 km in 13 h gelaufen und kamen schon gegen Samstag Mittag dort an. Start war Mitternacht von Freitag auf Samstag.

Als ich am späten Nachmittag weiter ging, zog es leider zu. Später begann es zu nieseln. Sehr schön ist der Weg nicht. Es geht ein Stück auf der Zufahrtsstraße nach El Sao.

Jetzt bin ich schon durch El Hornillo durch und blicke zurück. In dieser Gegend gibt es keine guten Übernachtungsplätze. Außerdem nieselt es ganz leicht.

Jetzt bin ich schon durch El Hornillo durch und blicke zurück. Zu der Straße oberhalb des Stausees musste ich von San Pedro lange aufsteigen. Dann ging es wieder etwas hinunter und dann steil hinauf nach El Hornillo. In dieser Gegend gibt es keine guten Übernachtungsplätze. Außerdem nieselt es ganz leicht.

El Hornillo liegt auf etwa 700 m Höhe und klebt tatsächlich an der Felswand wie ein Hornissennest. Aber an einer breiteren Stelle steht die Kirche, und davor ist ein großer Platz mit Bänken und Zierbäumen. Dort mache ich eine kleine Rast.

Jedes kleine Fleckchen Land ist mit einer Mauer gesichert und wird landwirtschaftlich genutzt. Eine hübsch gelegene Wiese wird von zwei aufgeregten Hunden in einem Verschlag bewacht – entfällt also als Übernachtungsplatz. Ich komme zum Embalse de los Perez. Die Häuser dort sind zwar bewohnt, aber alles macht einen leicht verkommenen Eindruck. Ich steige den Weg hoch in den Tamadaba Park. Es ist sehr abschüssig und kein Übernachtungsplatz in Sicht. Langsam wird es dunkel. Endlich finde ich gleich neben dem Weg eine passende Fläche. Ich bin wieder auf über 900 m Höhe. Bei leichtem Regen baue ich das Zelt auf und gehe bald schlafen.

Sonst habe ich nie das Zelt neben dem Weg aufgebaut. Am Morgen, ich habe noch nicht die Augen richtig offen, gehen zwei junge Männer den Weg hinauf, lassen mich aber in Ruhe. Erst nach Artenara am nächsten Tag wären wieder schöne Plätze gekommen.