Rund um Spitzbergen

Freunde hatten uns begeistert von ihrer Spitzbergen-Umrundung mit dem Schiff erzählt, und den vielen Landgängen. Bei der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions fanden wir eine passende Tour auf der MS-Plancius. Die MS-Plancius war früher ein Forschungsschiff des Militärs, mit einem Diesel-Stromgenerator und Elektromotoren. Daher kreuzt sie sehr leise, ohne Vibrationen, und konnte sich leicht z.B. den Eisbären auf dem Polareis nähern, ohne dass diese sich gestört fühlten.

Spitzbergen ist international, aber unter norwegischer Verwaltung. Deswegen gibt es z.B. eine russische Siedlung (Barentsburg), die aber weitgehend verlassen ist. Spitzbergen war seit seiner Entdeckung 1596 durch Willem Barents Stützpunkt für die Jagd auf Wale, die fast vollständig ausgerottet wurden. Ab 1900 wurde Spitzbergen interessant für den Kohleabbau, der sich aber letztlich nicht rechnete. Die heutige ‚Hauptstadt‘ Longyearbyen, benannt nach dem amerikanischen Kohleunternehmer John Munroe Longyear, war als Siedlung rund um den Kohleabbau entstanden.

Longyearbyen hat etwa 2.000 Einwohner. Es besitzt einen Flugplatz, eine Universität mit etwa 350 Studenten, und einige Hotels, Boutiquen und Läden.

Dort wartete unser Schiff auf uns.