Fahrradtour entlang der Saale von der Quelle bis nach Jena

Gleich nach der Schiffsfahrt rund um Spitzbergen rief mein ehemaliger Kollege Michael, mit dem ich schon in Patagonien war, an und erzählte von seiner Fahrradtour von Leipzig nach München. Dabei hatte er auch den Saale-Radweg berührt. Wir beschlossen rasch, gemeinsam von der Quelle entlang der Saale zu fahren – solange das Wetter es erlaubte. Mindestens einige Tage sollte es schön bleiben.

Ausgangspunkt war der Bahnhof Münchberg, von dem aus man leicht die Saalequelle erreicht. Die Fahrt mit der Bahn von München nach Münchberg war etwas umständlich und lang, aber preiswert. Die schnellste Bahnverbindung wäre über Nürnberg gewesen, aber nur mit dem Intercity. Der nimmt aber keine Fahrräder mit. Wir fuhren über Freising, Landshut, Regensburg und Hof.

Leider haben wir es dann mit dem Fahrrad nur bis Jena geschafft. Dort regnete es Bindfäden, sodass wir von dort mit der Bahn nach München zurückfuhren – wieder 6 Stunden, aber recht preiswert.

Von Hof bis Saalfeld ist es recht bergig – es geht zwar oft an der Saale entlang, aber durch den Thüringer Wald. Der Fahrradweg schneidet manchmal eine Saaleschleife ab. Da geht es heftig hinauf und schön hinunter!

Von Münchberg bis zur Saalequelle

Von der Saalequelle bis nach Hof

Tag 2: Von Hof nach Ziegenrück

Hier haben wir einfach zwei Tagesetappen zu einer zusammengefasst. Das diese Strecke recht bergig ist, kann es schon sinnvoll sein, kürzere Etappen zu wählen.

Tag 3: Von Ziegenrück nach Rudolstadt

Nach Ziegenrück kamen dann einige Stücke über die Berge, wo der Fahrradweg Saaleschleifen abkürzt. Einmal mussten wir sogar schieben!

Aber es gab auch rasante Abfahrten – meine Geschwindigkeitsanzeige bewegte sich immer etwas unter 50 km/h.

Alaun ist Aluminium-Sulfat, das früher zum Gerben verwendet wurde. Heute ist Aluminium-Sulfat manchmal Bestandteil von Deodorants, weil es die Schweißdrüsen verschließt – oder in After-Shave Lotionen, weil es kleine Blutungen stillt.

4. Tag: Rudolstadt bis Jena

Obwohl es von Rudolstadt nur noch an der Saale entlang gehen sollte, waren doch noch zwei kleinere Hügel am Rande des Flusstals zu bewältigen. Aber letztlich ging es ganz flott bis Jena. Aber das schlechte Wetter kündigte sich durch dichte Bewölkung an.