Die Pinguininsel Isla Magdalena

Die Magdalena Insel war unsere letzte Station vor der Ankunft in Puntas Arenas. Isla Magdalena ist eine kleine Insel inmitten der Magellanstraße, 35 km nördlich von Punta Arenas. Sie bildet mit der viel kleineren Nachbarinsel Isla Marta, auf der hauptsächlich Seelöwen leben, ein Naturschutzgebiet. Isla Magdalena hat eine Größe von ca. 85 ha und von November bis März leben dort etwa 60.000 Magellan Pinguine – diese sind ausgewachsen rund 75 cm groß.

Wir haben sie in ihrer Mauser erlebt. Wenn die Ende März vorbei ist, kommt Bewegung in die Pinguin Kolonie: ungefähr die eine Hälfte schwimmt nach Norden entlang der Atlantikküste, um dort den Winter zu verbringen, die andere Hälfte schwimmt auf die andere Seite an der Küste des pazifischen Ozeans hoch. Im Frühjahr – also hier im November – kommen sie zurück und finden auch wieder ihren festen Partner, um die Kinder aufzuziehen. Es ist dort immer sehr windig und kalt (ca. 7 Grad Celsius), aber das scheinen die Pinguine zu schätzen.




Aglaia Gletscher

Von der Wulaia Bucht fuhren wir ein Stück durch den Beagle Kanal nach Westen, aber immer im Schutz der vorgelagerten Inseln. Ein kleines Stück aber waren wir nahe am offenen Meer – dem ’stillen‘ Ozean. Dort wehten uns die Regentropfen waagrecht ins Gesicht bei einer Windgeschwindigkeit von ca. 140 km/h und das Schiff schaukelte etwas. Einige Leute waren auch schon seekrank. Das Video gibt einige Eindrücke. Da gab es auch einige Brecher auf die Panoramascheibe vorne am Schiff!




Wulaia Bucht

Die Wulaia Bucht ist eine der ganz wenigen geschützten Buchten im südlichen Patagonien. Es gibt dort einen einfachen Zugang zum Wasser, eine Ebene für Landwirtschaft, Frischwasser und viel Holz zum Heizen. Bis zum Eintreffen der europäischen Siedler lebten dort ca. 300 Ureinwohner (Yagan) – allerdings ohne Landwirtschaft, denn sie waren Fischernomaden. Sogar Charles Darwin besuchte diese Bucht im Jahr 1831 während seiner legendären Fahrt auf der MS Beagle mit dem Kapitän Robert FitzRoy. In den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts siedelte dort eine kroatische Familie und betrieb bis in die 60-er Jahre eine kleine Landwirtschaft, bis sie dann nach Punta Arenas umsiedelten. Allerdings ließen sie ihre Schweine dort, die sich seitdem munter vermehren und die umliegenden Wälder durchwühlen. Diese Schweine sind beliebtes Ziel einsamer Jäger.




Unsere kleine Wanderung auf eine Anhöhe oberhalb der Wulaia Bucht.

Anlandung auf Kap Horn






Der Aussteigevorgang: Am Anfang immer die gleichen Instruktionen. Aber es war immer sicher.